Gemäß unseres Anspruches eine Dokumentationsstelle zu sein, werden wir den zahlreichen Definitionen was Jungenarbeit ist, nicht noch eine weitere hinzufügen, sondern dokumentieren die Definitionen und Arbeitsansätze verschiedener Gruppen hierzu:

 

Die Jungenarbeit ist der Teil der Jugendarbeit, der, als Komplement zur Mädchenarbeit, speziell auf die Arbeit mit Jungen, ihre Sorgen und ihre Wünsche zugeschnitten ist. Die Geschlechtertrennung ermöglicht dabei einen offeneren Umgang der Jungen untereinander und mit, vornehmlich männlichen, Jugendhelfern.

Die neuere Literatur grenzt die Jungenarbeit als geschlechtsbezogene pädagogische Arbeit erwachsener Fachmänner mit Jungen von dem Oberbegriff der Jungenpädagogik (jegliche geschlechtsbezogene Pädagogik mit Jungen) ab.

Da das auf Schulhöfen weit verbreitete Macho- und Imponiergehabe in einer reinen Jungengruppe mangels weiblicher Zielgruppe schnell versiegt, lernen viele Jungen in solche Gruppen (z. B. häufig bei den Pfadfindern verbreitet) einen anderen Umgang untereinander. Fragen, insbesondere zur Sexualität, werden offener gestellt und ehrlicher beantwortet. Jungen fällt es untereinander leichter, ihre Gefühle mitzuteilen und über diese zu sprechen als in der Anwesenheit von Mädchen, bei der sie sich stärker in das Rollenverhalten der Geschlechter pressen lassen, als ihrem eigenen Gespür zu folgen.

Die pädagogische Arbeit mit Jungen wird erst zur Jungenarbeit durch das Geschlechtsbewusstsein des Pädagogen, das dieser durch spezifische Arbeitsansätze und Methoden in die Arbeit einbringt.

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/jungenarbeit)

 

Jungenarbeit ist ... geschlechtshomogen, und „deutlich wird, dass es hierbei um eine pädagogische Auseinandersetzung geht, nicht um ein irgendwie informelles, rein freitzeitgemäßes oder zufälliges Zusammensein.“ Katholische Junge Gemeinde Generation xy

 

 

Jungenarbeit ist ... „Geschlechtsbezogene Pädagogik ist keine Methode, sondern eine Haltung und Sichtweise, die in geschlechtshomogenen wie geschlechtsgemischten Praxisfeldern wirksam wird. Das soziale Geschlecht wird als zentrale Kategorie in den Blick genommen. Männlichkeit wird in diesem Sinne nicht als naturhaft gegeben und unveränderlich verstanden, sondern als kulturell konstruiert und in stetiger Entwicklung befindlich.“

www.lagjungenarbeit.de